Tydal 2007

Halstenbeker Pfadfinder auf großer Fahrt



Als wir uns am Mittwoch trafen, um die Autos und den Anhänger zu beladen, fing es spontan an zu regnen. War nicht weiter schlimm, wir haben trotzdem alles rein bekommen was mit sollte. Kurze Zeit später befanden wir uns dann auf der Autobahn, wo man vor lauter Regen kaum noch was sehen konnte; doch unsere Fahrer haben alles gut gemeistert und so kamen wir letztendlich auch in Tydal an.
Dort war es noch ziemlich ruhig, fast kein Platz war belegt und so konnten wir zwischen zwei Plätzen wählen. Kaum angekommen, ging es auch schon weiter mit der Arbeit, denn das eben verladende wollte jetzt wieder ausgeladen und aufgebaut werden. Unsere Zelte standen fix und das Küchenteam konnte anfangen, uns ein leckeres Essen zu kochen. Alle anderen nutzten die Zeit, um den Platz ein wenig zu erkunden. Es wurde ein altes Fort, ein kleiner Fluss und noch eine leider nicht benutzbare Kletterwand gefunden.
Am nächsten Tag wurden dann super wichtige Lagerbauten wie der Bannermast, Wäscheleine, Bänke und ein Altar in schwerer, schweißtreibender Arbeit erstellt. Da fast alle mit anpackten, war das auch schnell gemacht und so gab es dann auch schon bald wieder leckeres Mittagessen. Am Nachmittag bekamen wir dann hohen Besuch durch unseren Pastor, der mit uns einen Gottesdienst feiern wollte. Wir hatten den Altar ja schon vorbereitet und so konnte eine schöne „Open Air“ Messe gefeiert werden. Nach dem Gottesdienst ging das Programm weiter mit den Versprechensfeiern. Es gab 2 Wölflinge, die aufgenommen wurden. Diese mussten eine ihnen völlig unbekannte Flüssigkeit trinken, von der eigentlich keiner genau wußte, was darin war. ( Man munkelt ,das der Koch bei der Herstellung gestorben ist.)
1 Wölfling wurde Jungpfadfinder, nachdem er seine Geschicklichkeit in einem Hinderniskurs, mit einer Schüssel Wasser auf dem Kopf, unter Beweis stellen mußte.
Die zwei Jungpfadfinder, die zu Pfadfindern aufstiegen, spielten den verrückten Professor, der immer vergass, was er eigentlich erklären wollte und nur seine Hände konnten sich daran erinnern. Alles in allem eine sehr lustige Runde. Der Abend endete, wie so oft, am Lagerfeuer bei einer gemütlichen Runde „Nacht in Palermo“.
Der nächste Tag war direkt mit Anstrengung verbunden, in Form von Wandern. Die Aufgabe war, die vermissten (Oster-)Hasen zurückzuholen, ungefähre Lage war auf einem Plan eingezeichnet... so hieß es auf geht’s, alles oder nix. Der kleine Fußmarsch ( welcher je nach Gruppe, mal länger und mal kürzer war) führte die Gruppen an unterschiedlichen Gefahren vorbei. Da war ein riesiges Sperrgebiet, welches einer Gruppe das Vorankommen maßgeblich erschwerte, andere wurden von den Größeren über Flüsse getragen, andere kamen einfach gut um solche Sachen rum. Am Ende haben es dann alle (wider erwartend?!) noch rechtzeitig zum Abendessen geschafft, wenn auch nicht zu Kuchen und Kekse.
Sein Ende fand der Tag wieder in einer Runde ums Feuer, wo dann so kleine „Spielchen“ wie Löwenjagd usw. gespielt wurden.
Am nächsten Tag gab es einen kleinen Postenlauf. Hauptsächlich wurde die Zeit genutzt, um ein Floß zu bauen, welches nach mehrmaligem Verstärken durch leere Flaschen und Müllsäcke endlich doch noch schwamm und mehr als sein eigenes Gewicht trug. Das Ganze endete dann in einer wilden Wasserschlacht, wobei es den einen oder anderen Pfadi feucht erwischte.
Abends gab es noch lecker Fleisch vom Grill, Salate und Brot.
Nach dem Abendessen zogen einige Pfadis aus, um an einem anderen Ort zu nächtigen. Auserwählt wurde das Flussufer. So kam es dann, daß 8 Pfadis bei dichtem Nebel einschliefen und unter blauem Himmel wieder erwachten. Einige kranker als am Abend zuvor.
So brach dann auch schon der letzte Tag an. Es gab wieder gut was zu frühstücken. Danach wurden in Rekordzeit die Zelte, Bänke, Tagesplan und sonstige Lagerbauten abgebaut und das Bauholz wieder eingelagert. Der Bannermast wurde bis zu Letzt aufgehoben und dann vor versammelter Runde von den Rovern niedergemacht.
Auf einmal waren wir wieder auf dem Weg Richtung Heimat, mit allem, was wir an Sack und Pack dabeihatten. Am Gemeindehaus wurde in völlig übermüdeter Eile alles wieder eingeräumt und damit endete die zweite Stammesfahrt des Stamm Nelson Mandela

Für die Halstenbeker Pfadi's

Alex

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